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Leben mit der inneren Dunkelheit

Lange habe ich überlegt ob ich damit an die Öffentlichkeit gehen soll. Was werden andere von mir denken? Bin ich vielleicht einfach nur schwach oder krieg mein Leben nicht in Griff? Tausend Gründe die eigentlich dagegen sprechen mich zu "outen". Aber es gibt mindestens einen guten Grund es doch zu tun. Ich möchte anderen Betroffenen zeigen das sie nicht allein sind und das es vielleicht gut tut darüber zu reden. Seit langer Zeit schon leide ich unter Depressionen und Angstzuständen. Lange wollte ich es mir nicht eingestehen. Wer gesteht sich schon gern Schwächen ein? Und vorallem so etwas. Was passiert wenn es rauskommt? Meine grösste Angst war das man mir meine Kids weg nimmt. Sie waren aber diejenigen, die mich dazu bewegt haben endlich etwas zu tun. Für sie werde ich immer kämpfen, egal wie anstrengend es ist. Lange Zeit war ich schlecht drauf, alles hat mich nur noch genervt, aber gleichzeitig habe ich mir selbst den Druck gemacht perfekt zu funktionieren. Ja nicht meine Töchter oder mein Umfeld irgendetwas merken lassen. Eines Abends lag ich mal wieder im Bett und habe meinen Gedanken freien Lauf gelaufen. Vielleicht hätten die beiden es in einer "richtigen" Familie besser. Und ich könnte einfach aufgeben und von dieser Welt gehen. Als ich realisierte was ich da gerade dachte stürzte meine ganze Mauer ein. Wieso nur habe ich solche Gedanken? Was soll der ganze Scheisse? Nachdem ich immer wieder solche Gedankengänge hatte und sie sich häuften, wurde mir klar das es so nicht weitergehen kann. Ich ging zum Arzt und habe mir Antidepressiva geben lassen. Wirkt sicher schnell, bald gehts mir besser und alles wird gut. Schön wärs gewesen. Nachdem ich sämtliche Tabletten nicht vertragen habe und es mir eher schlechter als besser ging, habe ich mich entschieden damit aufzuhören und eine Therapie zu beginnen. Bisher hatte ich zwei Sitzungen, daher gibt es jetzt nicht wirklich eine Besserung. In mir tobt nach wie vor der Kampf zwischen meinen dunklen Gedanken und dem Drang danach meine zwei Mädels nicht allein zu lassen. Diese innere Leere, die Einsamkeit und innerliche Kälte gepaart mit selbstgemachten Druck und diversen starken Ängsten machen jeden Tag zu einem Kampf. Aber ich werde nicht aufgeben. Ich kämpfe, für mich, mein Leben und vorallem für meine beiden Töchter. Sie haben eine schöne Kindheit verdient. Ich werde immer wieder über meine Gedanken, Gefühle und meinen allgemeinen Zustand hier schreiben. Ich möchte vorallem anderen Betroffenen zeigen das sie nicht allein sind. Gerne dürft ihr euch an mich wenden. Mein grösster Wunsch und mein Ziel sind es, hier irgendwann zu schreiben: Ich habe diesen Kampf gewonnen!

25.1.15 10:25

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